Bislang waren Ladas vor allem wegen ihres niedrigen Preises beliebt. Doch die 10.000 Euro Grenze ist längst durchbrochen. Der Lada Vesta SW kostet als Kombi knapp 14.000 Euro. Dafür wurde in den russischen Produktionsstätten aber auch an Qualität und Ausstattung zugelegt.

Praktischer Kombi für den Außendienst und Familien

Der Lada Vesta SW ist jetzt ein ausgewachsener Kombi im unteren Preissegment.  Das zeigt sich an kleinen Details wie der Kofferraumausstattung. Hier gibt es jede Menge kleine Boxen und Fächer sowie Haken zum Befestigen. Das ist besonders praktisch für Außendienstmitarbeiter oder bei Ausflügen mit Kindern. Es wird aber auch Angler und Sportler freuen, hier Ordnung im Heck schaffen zu können. Insgesamt sind 480 Liter Platz, und den kann man noch erweitern. Entweder verzichtet man auf das Reserverad für 90 Euro Aufpreis, oder man klappt einfach die Rücksitze um.

Bei der Sicherheit bringt der Lada ein Basispaket mit, das die wichtigsten Anforderungen erfüllt. ABS und ESP müssen ohnehin vorhanden sein. Hinzu kommen Airbags vorne und an den Seiten und eine Kindersicherung der hinteren Türen. Kindersitze lassen sich an dafür eingebauten Fixpunkten befestigen.

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Gute serienmäßige Ausstattung im Innenraum

Auch im Innenraum kann sich der Lada Kombi sehen lassen. In der Standardausstattung gibt es ein Radio mit Freisprecheinrichtung und ein Display mit Navi. Die Außenspiegel können von innen verstellt und beheizt werden und ein Tempomat hilft bei langen Strecken. Regensensoren schalten automatisch den Scheibenwischer ein, und bei Dunkelheit flammen auch die Scheinwerfer selbsttätig auf.

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Immer noch rustikales Fahrgefühl

Fahren im Lada ist aber immer noch etwas rustikal. Die Federung ist vorhanden, verbirgt aber den Untergrund nicht wirklich. Die Lenkung ist gewöhnungsbedürftig und das 5-Gang-Getriebe kann schon mal ruckeln. Und mit dem 1,6-Liter-Motor muss man in den Bergen ordentlich Anlauf nehmen, da nur 102 PS zur Verfügung stehen.

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Lada gehört jetzt zum Renault Konzern

Der Lada wird zwar in Russland von Awtowas gebaut, aber der französische Renault-Nissan-Konzern hat seit 2014 die Mehrheit. Zu diesem gehört auch Dacia, deren Modelle preismäßig unter dem Lada liegen. Offenbar will man mit dem neuen Lada im Mainstream-Look die Konkurrenz im eigenen Haus in Schach halten. Deswegen wohl auch die Preisanpassung. Die Basisversion in Gletscherweiß wird mit 13.490 Euro angegeben, die Luxusausstattung mit Automatikgetriebe kostet dann schon 17.890 Euro.

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