Schäden, die durch schlecht gesicherte Ladung beim Transport von Gütern entstehen, können durch eine sorgfältige Ladungssicherung vermieden werden.

Die neuen Transporter werden immer schneller, wendiger und haben eine stärkere Beschleunigungskraft. Die dadurch auf die transportierte Ladung wirkenden, höheren Fliehkräfte sorgen bei mangelhafter Befestigung jährlich für Transportschäden in Millionenhöhe. Ein Mercedes Sprinter, Opel Vivaro oder Fiat Ducato in der Fahrzeugklasse bis 3,5 Tonnen sind wesentlicher agiler als große Lkw und können Ladungen mit mehr als 1 Tonne Gewicht transportieren. Eine sichere Befestigung der Güter und Pakete ist deshalb vor jeder, auch noch so kurzen Fahrt zu gewährleisten.

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Spanngurte schützt vor Verrutschen

Die gebräuchlichste und zuverlässigste Methode der Ladungssicherung ist das Festzurren mit Gurten. Mehr als zwei Drittel der transportierten Güter wird so gesichert. Dafür sind spezielle Ladegurte zu verwenden, die hoch belastbar und mittels eines Zugsystems fest spannbar sind. Die Anzahl der benötigten Gurte ist nicht nur abhängig vom Gewicht der Ladung. Auch der Zurrwinkel und die Beschaffenheit des Ladebodens sind dabei zu beachten. Ein Boden aus rutschfestem Material reduziert die auf die Sicherungsgurte wirkenden Kräfte beträchtlich. Beim Verzurren dürfen die Gurte nicht über scharfe Gegenstände, Ladekanten und aufgeraute Flächen gespannt werden, um einen Materialverschleiß zu vermeiden. Falls dies nicht möglich ist, sollten die Zurrvorrichtungen mit Polsterungen oder Kantenschützern geschützt werden. Auf den Spanngurten sind die vom Hersteller aufgedruckten oder angebrachten Angaben zur maximalen Vorspannkraft zu berücksichtigen.

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Auf die richtigen Befestigungspunkte achten

Welchen Belastungen die von den Fahrzeugherstellern im Transporter verbauten Halteösen im Boden standhalten, ist leider nicht einheitlich geregelt. Sie variieren größtenteils zwischen Werten von 400 bis 500 daN (Deka Newton). Seitliche Befestigungsschienen haben dagegen meist eine geringere Belastbarkeit von 150 bis 300 daN. Deshalb muss immer auf die in der Betriebsanleitung des Fahrzeugs vermerkten genauen Werte geachtet werden. Für viele Transportermodelle werden zusätzliche Bodenlastschienen oder Teleskopstangen in individueller Länge und Belastbarkeit als Zubehör angeboten. Bei der Beladung sind selbstverständlich die Höchstwerte für die Achslasten einzuhalten und eine regelmäßige Überprüfung der Ladungssicherheit während der Fahrt durchzuführen.

Tipps zur Gepäcksicherung und Beladung von Fahrzeugen

Der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) hat seine technische Richtlinie 2700 für die betriebssichere Befestigung von Ladung in Transportfahrzeugen im Jahr 2018 aktualisiert herausgegeben. Für alle Transport-Verantwortlichen eines Unternehmens, wie Fahrzeughalter, Verlader oder Fahrer, gibt die Richtlinie exakte Anweisungen zur Ladungssicherung nach aktuellen Gesetzen und Verordnungen.

 

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