Die Firma Apple hat sich den Spruch „Dafür gibt es eine App” im Jahr 2010 als Warenzeichen eintragen lassen. Man wusste wohl, dass Apps eines Tages den Alltag bestimmen werden. Jetzt gibt es eine neue App von einem Anbieter, der dem ADAC bei der Pannenhilfe Konkurrenz machen will.

Das Angebot von JimDrive gibt es als Webseite und App. Wer Hilfe braucht, ruft an oder benutzt die Funktion der App auf seinem Handy. Diese schickt zugleich die Koordinaten des Standorts an den nächsten Abschleppdienst. Derzeit nennt der Abschleppdienst eine ungefähre Ankunftszeit. In Zukunft kann der Autofahrer aber auf einer Karte sehen, wo sich die Helfer gerade befinden. Damit muss man nicht am Straßenrand warten, sondern man kann sich zum Beispiel in einem Café aufwärmen.

Es kommt immer ein Abschleppwagen

Was die Luxusmarken wie BMW und Mercedes in ihren Top-Modellen eingebaut haben, soll jetzt auch Otto Normalverbraucher nutzen können. Es geht um einen komplett digitalisierten Pannen- und Abschleppdienst. Die JimDrive-Unternehmen schicken immer einen Abschleppwagen, der aber von einem Mechaniker gefahren wird. Dieser wird zunächst versuchen, das Fahrzeug wieder flott zu machen. Ist das nicht möglich, wird das Auto auf den Transporter geladen und zur nächsten Werkstatt gebracht.

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Viel Leistung im Preis inklusive

Auch bei den Kosten fordern die digitalen Helfer die etablierte Konkurrenz heraus. Wer das Europa-Paket bucht, zahlt 59,99 Euro pro Jahr. Schließt man für drei Jahre ab, reduziert sich das auf 43 Euro. Der ADAC verlangt für internationale Pannenhilfe 84 Euro. Man bekommt bei JimDrive aber nicht nur Hilfe bei Pannen und Reparaturen, sondern auch beim Rücktransport von erkrankten Kindern und Erwachsenen. Die App und der Vertrag beziehen sich auf den Besitzer und seinen oder ihren Lebensgefährten sowie alle weiteren Autos, die auf den App-Nutzer zugelassen sind.

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Auf dem Papier lesen sich die Vorteile von JimDrive gut. Allerdings wird man in der Praxis beweisen müssen, dass man die Versprechungen auch halten kann. Gerade im Ausland hat der ADAC über Jahrzehnte Vertrauen aufgebaut. Ob es beispielsweise im Süden von Italien genügend JimDrive-Partner gibt, bleibt abzuwarten. Außerdem braucht man auf jeden Fall eine Datenverbindung, um die Vorteile der App nutzen zu können. Das kann sogar in Teilen Deutschlands ein Problem werden.

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