Wer nicht genügend Platz im Auto hat, greift für den Sommerurlaub gerne zum Anhänger. Der kann noch einige Koffer, Sportgeräte oder die Campingausrüstung aufnehmen. Aber mit einem Anhänger fahren will gelernt sein, denn das Fahrverhalten des Autos verändert sich erheblich.

Bremsverhalten anpassen

Die meisten einfachen Anhänger erlauben ein Gewicht von etwa 750 kg. Diese Last muss nicht nur gezogen werden können. Sie drückt auch bei einer Bremsung nach vorne und kann den Bremsweg erheblich verlängern. Zumal die meisten dieser Anhänger keine eigenen Bremsen haben. Eine wichtige Größe ist dabei die Stützlast. Sie gibt an, welches Gewicht auf der Anhängerkupplung lastet. Bei einer höheren Stützlast fährt sich das Gespann meisten etwas angenehmer. Das sollte aber nicht dazu verführen, diese zu überschreiten.

Bei Nässe ist besondere Vorsicht angebracht, weil sich hier das Bremsverhalten stark verändert. Auch kleine Anhänger können anfangen zu schlingern. Das ist oft ein Grund für Unfälle, weil viele Fahrer dann nur leicht bremsen. Stattdessen sollte man das Lenkrad fest in die Hand nehmen und dann sehr beherzt auf die Bremse treten. Nur bei leichtem Schlingern hilft bereits eine Reduzierung der Geschwindigkeit.

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Vorschriften für Beleuchtung beachten

Bei der Ausrüstung muss man sich an die Vorschriften der Straßenverkehrsordnung halten. Das bedeutet zum Beispiel, dass man eine funktionierende Beleuchtung haben muss. Diese schließt Bremslichter, Rücklichter und Blinker mit ein. Mindestens eine Nebelschlussleuchte ist Pflicht, Rückfahrlichter sind optional. Außerdem braucht es noch zwei Rückstrahler in Dreiecksform, die ein bestimmtes Format haben müssen. Sie stellen sicher, dass auch bei einem Stromausfall der Anhänger gesehen werden kann.

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Da die meisten Autos heute keine Anhängerkupplung ab Werk mehr haben, wird diese meist nachträglich montiert. Man sollte sie aber nur dann verwenden, wenn man den Anhänger auch benutzt. Zum einen kann die Kupplung das Kennzeichen verdecken. Zum anderen ragt sie heraus und kann beim Rückwärtsfahren schnell eine Kerbe in ein anderes Auto drücken.

Darauf sollten Sie bei einem Unfall im Ausland achten

Für einen Anhänger sollte man auch eine eigene Haftpflichtversicherung abschließen. Damit ist man auf Nummer sicher, denn in der Regel beträgt die Eigenhaftung 50 Prozent bei einem Unfall mit einem Anhänger.

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