Seit Google Maps und auch die Apple-Karten nicht nur anzeigen, wo man sich befindet, sondern auch den Weg weisen können, überlegen sich viele Fahrer, ob sie überhaupt noch ein Navi brauchen. Denn das Smartphone lässt sich genauso einfach per Halterung an die Windschutzscheibe anbringen. Doch reicht das, vor allem für Autofahrer, die beruflich viel unterwegs sind?

Die Stiftung Warentest hat die Probe aufs Exempel gemacht und insgesamt sieben Apps mit sieben Navis verglichen. Soviel gleich vorher gesagt: Die Navigationsgeräte kamen insgesamt besser weg, auch wenn das Kartenmaterial nicht grundlegend verschieden ist. Was die Prüfer aber überzeugte, waren die in der Regel größeren Displays sowie das Kartenmaterial, das auch offline verfügbar ist und zudem der geringere Datenverbrauch.

Apps laden die Route schneller

Entscheidend ist aber letztlich die Anwendung. Wer ab und zu mal eine Navigationshilfe braucht, wird mit dem Smartphone durchaus auskommen. Die Apps sind bei der Berechnung der Routen schneller als die Navis. Brauchen die Navigationsgeräte für eine 100 Kilometer Route bis zu acht Sekunden, schaffen es die meisten Apps in ein bis zwei Sekunden. Wer oft unterwegs ist und auch durch Gegenden kommt, in denen es keinen Mobilfunk gibt, fährt hingegen mit einem eigenen Gerät besser.

TomTom im Test ganz vorne

Im Test schnitt das TomTom Go 6200 mit „Gut 1,8” ab, gefolgt von vier anderen Geräten des gleichen Herstellers und einem weiteren von Garmin. Mit einer Note von 2,1 war auch die TomTom App immer noch weit vorne. Die Google Karten wurde allerdings ebenfalls mit “Gut 2,2” bewertet. Zwei kostenpflichtige Programme, ALK und NNG, konnten die Prüfer nur befriedigen. Gleiches gilt auch für die freie „Here“-App.

Interessant war, dass die Navi-Geräte zusammen mit Google Maps und der TomTom App am besten einen Stau vorhersagen konnten. Übrigens: Wenn das Navi empfiehlt, einen Stau zu umfahren, sollte man das besser auch machen. Im Test sparte man auf diese Weise einiges an Zeit. Die meisten Navis (und viele Apps) haben auch einen Radarwarner, der aber in Deutschland während der Fahrt nicht erlaubt ist.

 

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