Was im Familien-SUV noch schick und praktisch ist, kann bei einem Transportunternehmen schnell ins Geld gehen: Assistenzsysteme, die per Werk kommen oder nachgerüstet werden. Waren bislang die teuren Extras meist in Äußerlichkeiten oder Motorstärke begründet, wird nun vor allem für Software mehr Geld verlangt.

Assistenzsysteme bereiten Nutzfahrzeug-Besitzern Kopfzerbrechen. Denn zum einen sind die Aufpreise happig — vor allem wenn man mehrere Fahrzeuge hat —, und zum anderen helfen sie einen Totalschaden zu vermeiden oder Ausfälle von Mitarbeitern. Hinzu kommt das Problem, dass nicht alle Fahrzeuge komplett nachgerüstet werden können.

Sensoren vermeiden Rangierschäden

Trotz der hohen Preise, kann man auch auf günstigere Lösungen zurückgreifen. Sensoren, die beim Rückwärtsfahren helfen, und eine Kamera, die das Bild von hinten zeigt, sind zum Beispiel recht kostengünstig einzubauen. Damit können vor allem Rangierschäden vermieden werden.
Auch die Seiten können heute überwacht werden. Viele Hersteller haben dafür Sensoren im Angebot, die warnen, wenn man einem Hindernis zu nahekommt. Zu diesen gehören auch Warneinrichtungen, die den toten Winkel überwachen.

Fahrerassistenzsysteme sorgen für mehr Sicherheit

Teure Systeme bremsen automatisch für Fußgänger

Ford hat für den neuen Transit die Messlatte für Assistenzsysteme höher gelegt: Mit dem Pre-Collission-Assistant können Verkehrsschilder (und ihre Bedeutung) und auch stehende Fahrzeuge und Fußgänger, welche die Straße überqueren wollen, erkannt werden. Die Technik verlangsamt das Fahrzeug in einem solchen Fall automatisch. Auch bei Daimler hat man bereits ein Kit, mit dem die Auffahrunfälle reduziert werden können.

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Abstandhalter können Leben retten

Größere Investitionen verursachen vor allem solche Hilfen, die in die Mechanik eingreifen. Zu diesen gehören die Spurhalte-Assistenten. Unter denen vor allem solche, die in die Lenkradsteuerung eingreifen. Günstigere Modelle warnen lediglich per Ton oder Vibration und funktionieren auch nur, wenn der Fahrbahnrand deutlich markiert ist. Abstandhalter sind ebenso sinnvoll wie teuer, können aber Leben retten und den Fahrer deutlich entlasten.

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Für Logistikunternehmen, aber auch Baufirmen können sich die elektronischen Helfer durchaus rechnen. Denn nicht nur ein Schaden am Laster oder Transporter verursacht Kosten, sondern auch die Abwicklung an sich. Zum einen kommt die Selbstbeteiligung hinzu, dann aber auch die Arbeit, die Mitarbeiter mit der Schadensabwicklung haben, sowie eventuelle Ausfälle von Fahrern.

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