Im Zuge der Digitalisierung sind Smartphones und Smart-Homes sowie innovative Technologien wie kontaktlose Sperrsysteme an der Tagesordnung. Sie sind jedoch nicht frei von Problemen, weswegen VW und NXP nun für eine höhere Sicherheit sorgen wollen.

Mit der Einführung einer neuen Funktechnik sollen die bisherigen Probleme von existierenden Sperrsystemen behoben werden. Das Unternehmen NXP hat in Zusammenarbeit mit VW ein Konzeptfahrzeug entwickelt, in der zukünftig die Ultra-Wideband-Funktechnik angewendet werden soll.  Dadurch sollen vorhandene Schwachstellen bei derzeitigen Sperrsystemen aufgehoben werden, die von Betrügern durch ein verstärktes Signal ausgenutzt werden können.

Eine exakte Positionsbestimmung

In mehreren Testläufen konnten viele der gängigen Systeme geknackt werden. Deshalb steht es außer Frage, dass eine Lösung ausgearbeitet werden muss. Laut Lars Reger, Technikchef bei NXP, lässt sich mittels einiger Antennen die exakte Position zwischen dem in einem Smartphone oder Schlüssel befindlichen Sender bestimmen. Dies soll dazu beitragen, die Komplexität der Technik und der Sicherheitsmechanismen zu erhöhen und damit den neuesten Manipulationstechniken vorzubeugen.

Um die Pläne für sichere, kontaktlose Sperrsysteme zu untermauern, hat VW bekanntgegeben, noch im laufenden Jahr zwei Fahrzeuge vorzustellen, in denen die Ultra-Wideband-Funktechnik integriert und vollständig einsatzbereit ist. Welchen Eindruck diese Fahrzeuge letztendlich hinterlassen, bleibt abzuwarten.

Es geht um mehr als nur ein Sperrsystem

VW lässt der Verbesserung der kontaktlosen Sperrtechnik viel Aufmerksamkeit zukommen. Die technologischen Fortschritte werden auf lange Sicht an Bedeutung gewinnen. Reger führt weiter aus, dass es ein „Riesenpotenzial in UWB“ gibt, das neue Anwendungsmöglichkeiten mit sich bringt. Die Technologie wird demnach nicht ausschließlich in der Autobranche Einfluss nehmen, sondern auch in andere Bereiche vordringen.

So spielt zum Beispiel das Thema des vernetzten Zuhauses eine immer wichtigere Rolle. Hier zeigen sich zudem Parallelen zu der Problematik auf, mit der sich VW konfrontiert sieht. Denn auch bei den neuen Technologien für ein modernes Zuhause werden noch regelmäßig Fehlfunktionen und Manipulationsversuche gemeldet. Da sich immer mehr Leute mit der Idee anfreunden, sogenannte “Smart-Geräte” in ihren eigenen vier Wänden auszuprobieren, scheint es daher nur eine Frage der Zeit zu sein, bis auch hier die Sicherheitsstandards erhöht werden.