Handwerker, Gewerbebetriebe und auch Privatleute nutzen immer häufiger für kleine Transporte einen Anhänger an ihrem Auto. Diese können bis zu 750 Kilogramm tragen und sind einfach zu benutzen. Der ADAC wollte jetzt wissen, wie sicher solche angehängten Transportmodule sind. Sechs Modelle kamen auf den Prüfstand.

Einige Anhänger sind nicht verkehrssicher

Zwei Anhänger fielen komplett durch und bekamen die Note “Mangelhaft”. Der Reifen berührte bei einer Geschwindigkeit von 70 km/h im beladenen Zustand den Rahmen. Das kann gefährlich werden und ist ein klarer Mangel auch beim TÜV. Der Automobilclub meldete deswegen die Hersteller und die Typenbezeichnung den Behörden. Dies betrifft die Anhänger MST71A von Stedele und TL – EU2-AR von TPVTrailer.

Teurer Anhänger verliert Schrauben

Dass ein teures Modell nicht besser sein muss, bewies der Unsinn Web10. Bei ihm lösten sich während der Fahrt gleich sechs Schrauben. Sie waren als Befestigung des Ladebodens gedacht. Auch hier kam es übrigens zu leichten Berührungen des Reifens mit dem Rahmen.

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Wer den Stema Variolux 750 erwirbt, bekommt zumindest einen Anhänger mit der Note “gut”. Der Testsieger überzeugte vor allem mit dem besten Fahrverhalten und der einfachen Handhabung. Auch der Brenderup 1205SUB750 bekam noch gute Noten. Als Pluspunkt erwies sich eine klappbare Deichsel und die gute Ausstattung. Auf dem dritten Platz landete der Humbaur Steely mit einer durchschnittlichen Gesamtnote.

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Gute Haltbarkeit aller Modelle

Alle Modelle überstanden einen Haltbarkeitstest, bei dem 10.000 Kilometer Benutzung simuliert wurden. Außer ein paar gelösten Schrauben gab es keine Beanstandung. Ein Problem war aber auch fast allen gemein: Es fehlte die Angabe des genauen Leergewichts. Das macht die Beladung zu einem Glücksspiel. Man sollte deshalb genau darauf achten, wieviel man an Gewicht in den Anhänger packt.

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Fahren mit Anhänger vorher üben

Wer Anfänger beim Anhängerfahren ist, sollte zunächst mit leichter Beladung üben. Auch das Rangieren will gelernt sein. Wichtig ist auch, dass man vor der Abfahrt den Luftdruck prüft. Dabei gilt es auch das Ladegewicht mit einzubeziehen. Überhaupt sollte man mit einem Anhänger eher langsam fahren. Häufige Blicke in den Rückspiegel sind ebenso sinnvoll wie das Vermeiden von starken Lenkbewegungen. Wenn der Anhänger anfängt zu schlingern, sofort vom Gas und bremsen. Gegenlenken bringt in diesem Fall nichts. Am besten dann nochmals die Ladungsverteilung kontrollieren.

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